Grundwasserstände und Quellschüttungen
Zukünftige Veränderungen
Um aus den Klimaprojektionen regionale Aussagen über Quellschüttungen abzuleiten, können beispielsweise Wasserhaushaltsmodelle (
Hydrologie > Grundlagen > Zukunft ) aufgesetzt werden, die mit den Klimaprojektionen angetrieben werden. Dies geschieht so zum Beispiel in Bayern, wo für jeden der sieben Regierungsbezirke gering ergiebige Regionen ohne großräumig zusammenhängende Grundwasserleiter identifiziert wurden. In diesen Bereichen stützt sich die Trinkwasserversorgung primär auf Quellwasser. Aufgrund der hohen Sensitivität der Quellschüttungen sind diese Regionen besonders vulnerabel gegenüber dem Klimawandel. Diese Bereiche wurden anhand von Wasserhaushaltsmodellen mit Fokus auf Niedrigwasser modelliert.
Anhand der Ergebnisse für die Zukunft aus den Wasserhaushaltsmodellen können Spannweiten von regionalen Klimafolgen auf die Wasserversorgung abgeschätzt werden. Von besonderem Interesse sind hierbei die projizierten Abnahmen in den ohnehin von geringen Quellschüttungen geprägten Sommer- und Herbstmonaten, in denen gleichzeitig die höchsten Bedarfsmengen auftreten. Die ermittelten Abnahmen der Quellschüttungen dienen als Orientierungsgröße, anhand derer die Wasserversorger frühzeitig Anpassungsmaßnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit ergreifen können.
Grundwasser > Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung aus Niederschlag > Anpassung
Neben der Modellierung mit Klimaprojektionen besteht auch die Möglichkeit, Trockenphasen über die Aneinanderreihung von beobachteten Trockenjahren abzubilden. Diese Methodik wird auch als Stresstest bezeichnet und ist näher im KLIWA-Leitfaden (s. Box "KLIWA-Publikationen") beschrieben.